Wenn die Kraft nicht mehr zurückkommt

Psychologische Beratung bei Burnout-Gefährdung

Erschöpfung ernst nehmen und frühzeitig gegensteuern

Wenn Erschöpfung zum Dauerzustand wird, ob durch Druck im Beruf oder durch private Belastungen wie die Pflege von Angehörigen, und Lebensfreude und Leistungsfähigkeit nachlassen, ist das ein ernstzunehmendes Warnsignal.

Burnout ist selten ein Zeichen von Schwäche. Häufig stehen dahinter langjährige Überforderung, Verantwortungsdruck oder belastende innere Muster. Die eigene Persönlichkeit und der individuelle Umgang mit Stress spielen dabei eine zentrale Rolle.

Viele erleben Erleichterung, wenn sie ihr Stresserleben besser einordnen können. Zu verstehen, warum gerade sie so auf bestimmte Situationen reagieren, ist oft der erste Schritt, um gegenzusteuern. Genau hier setze ich an.

Warnzeichen einer Burnout-Gefährdung

Häufige Anzeichen von Burnout sind:

  • anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung, auch nach Pausen und Urlaub
  • innere Leere oder emotionale Abstumpfung
  • erhöhte Reizbarkeit oder Rückzug
  • innere Unruhe und Anspannung, auch in Ruhephasen, oft mit schlechtem Schlaf
  • Konzentrations- und Entscheidungsprobleme
  • körperliche Beschwerden ohne klare organische Ursache
 
 

Viele spüren früh, dass etwas nicht mehr stimmt, können es aber schwer benennen. Oft funktionieren sie weiter, bis der Körper unüberhörbare Signale sendet. Je früher Sie diese Zeichen ernst nehmen, desto mehr Spielraum haben Sie, gegenzusteuern. Wer früh ansetzen möchte, findet im Stressmanagement-Kurs einen strukturierten Weg.

Psychologische Beratung bei Anzeichen von Burnout

Was ist der Unterschied zwischen Burnout und Depression?

Wenn das Leben schwer wird

Burnout und Depression können sich ähnlich anfühlen und haben viele Gemeinsamkeiten, sind aber nicht dasselbe.

Burnout gilt nicht als eigenständige Krankheit, sondern als Zustand anhaltender Erschöpfung, der meist mit bestimmten Belastungen zusammenhängt: mit Arbeit und Leistungsdruck, hoher Verantwortung, Konflikten oder dauerhafter innerer Anspannung. Überforderung und Sinnverlust beziehen sich häufig auf konkrete Lebensbereiche.

Eine Depression ist dagegen eine behandlungsbedürftige Erkrankung. Sie kann alle Lebensbereiche erfassen und geht oft mit tiefer Hoffnungslosigkeit, stark vermindertem Antrieb und anhaltender Niedergeschlagenheit einher, weitgehend unabhängig von äußeren Anforderungen. Aus einer lang anhaltenden Erschöpfung kann sich auch eine Depression entwickeln.

Wenn Sie sich seit längerer Zeit erschöpft fühlen, lassen Sie bitte zunächst ärztlich abklären, was dahintersteckt, bei Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt oder in einer psychiatrischen Praxis. Psychologische Beratung kann eine medizinische Versorgung ergänzen, aber nicht ersetzen.

Bei beiden spielt die Persönlichkeit eine wichtige Rolle. Mehr dazu in meinem Blogartikel „Depression und Persönlichkeit – untrennbar verbunden“.

Wichtig: Haben Sie Gedanken, sich das Leben zu nehmen, wenden Sie sich bitte sofort an den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117), die Telefonseelsorge (0800 111 0 111) oder im Notfall an die 112.

Hilfe bei Burnout: psychologische Beratung für wieder mehr Lebensfreude und Lebensqualität

Die Persönlichkeit spielt eine wichtige Rolle bei Burnout

Jede Erschöpfung hat ihre eigene Geschichte. Deshalb ist es mir wichtig, Sie und Ihr Erleben im Alltag möglichst gut zu verstehen.

Ihre Persönlichkeit gibt dabei wertvolle Hinweise: auf Ihr persönliches Stresserleben, auf wiederkehrende Muster und darauf, was Sie langfristig stärkt. Wenn Sie möchten, kann ein Persönlichkeitsprofil mit permOt diesen Blick vertiefen und zeigen, wo genau wir ansetzen können.

In der Beratung unterstütze ich Sie dabei,

  • die Hintergründe Ihrer Erschöpfung besser zu verstehen
  • belastende innere Antreiber und Lebenssätze zu erkennen und anders mit ihnen umzugehen
  • neue Wege im Umgang mit Stress zu entwickeln
  • wieder Zugang zu Ihren eigenen Ressourcen zu finden
  • Achtsamkeit und Entspannung in Ihren Alltag zu integrieren
  • neue Perspektiven in Familie, Freizeit und Beruf zu entwickeln
  • zu wissen, wie Sie sich künftig besser schützen können

Ergänzend kann die Gesprächsgruppe helfen, das Erarbeitete zu festigen und im Austausch mit anderen weiterzuentwickeln.

Dr. Brigitte Seiler, Beratungspsychologin, sitzt in einem Sessel vor einer Fensterfront

Frühzeitig Unterstützung finden

Schnelle Hilfe bei Burnout

Je früher Sie bei anhaltender Erschöpfung Unterstützung suchen, desto mehr Spielraum haben Sie, gegenzusteuern. Manche Arbeitgeber bieten dafür im Rahmen ihres Gesundheitsmanagements eigene Angebote an.

Als Beratungspsychologin mit langjähriger klinischer und beratender Erfahrung und dem Schwerpunkt Persönlichkeit begleite ich Sie online per Zoom, diskret und meist ohne lange Wartezeit. Selbstverständlich unterliege ich der Schweigepflicht.

Meine Beratung richtet sich an Selbstzahler und ist keine Psychotherapie. Da sie nicht über die Krankenkasse abgerechnet wird, taucht sie dort auch nicht in den Daten auf.

Ich freue mich auf Sie.

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Publikationen

Denner, Liselotte / Ulrich Wehner / Brigitte Seiler / Annette Scheible (2020): Personbezogene pädagogische Professionalisierung – erste Befunde aus dem ppProfess-Projekt. In: Beck, Melanie / Lara Billion / Marei Fetzer / Melanie Huth / Victoria Möller / Anna-Marietha Vogler (Hrsg.): Multiperspektivische Analysen von Lehr-Lernprozessen Mathematikdidaktische, multimodale, digitale und konzeptionelle Ansätze. Münster u.a.: Waxmann-Verlag, S. 185-204 (Peer-review-Verfahren).

Seiler, B. (2019). Wirkfaktoren in Kunsttherapie und Kunstpädagogik: ein Vergleich. In: Kunst & Therapie. Zeitschrift für bildnerische Therapien. Jahresband (M. Wendlandt-Baumeister, K.-H. Mentzen, & P. Rech, Hrsg.). Köln: Claus Richter Verlag, S. 106-119.

Seiler, B. (2018). Wirkfaktoren menschlicher Veränderungsprozesse. Das ModiV in allgemeiner und kunstbezogener Beratung, Psychotherapie und Pädagogik. Wiesbaden: Springer.

Auszeichnungen

Trägerin des Wissenschaftspreis der Dr. Bertold Moos-Stiftung 2018